Störung der Exekutiven Funktionen



Inhibition

Inhibition – was ist das?

Unter Inhibition (= Hemmung) versteht man einen Vorgang im Gehirn, der in seiner Funktion mit der einer roten Ampel vergleichbar ist.
Unser Gehirn verarbeitet zu jedem Zeitpunkt unüberschaubar viele Informationen. Daraus ergeben sich sehr viele Handlungen, die wir theoretisch ausüben könnten. In fast allen Fällen ist es aber so, dass es mehrere mögliche Handlungen gibt, die in einer gegebenen Situation angemessen wären. Meist stehen diese möglichen Handlungen im Konflikt miteinander, d.h. die eine erschwert die andere oder schließt sie aus. Wenn eine Handlung den Konflikt „gewinnt" heißt das meist gleichzeitig auch, dass eine Alternative unterdrückt wird. Wir zeigen der Alternative die rote Ampel und sie wird zurückgelassen. Diese Prozesse werden uns jedoch nur sehr selten bewusst.
Ein Beispiel, an dem die Bedeutung der Inhibition deutlich wird, ist das der heißen Herdplatte: Stellen Sie sich vor, Sie stehen in der Küche, haben gekocht und die Herdplatte ist immer noch heiß. Sie greifen in den Schrank über den Herd und Ihnen fällt plötzlich eine Packung voller Zahnstocher entgegen, die sich auf der gesamten Herdfläche verteilen. Sie sind erschrocken und versuchen die Zahnstocher so schnell wie möglich aufzusammeln – vergessen aber für wenige Sekunden, dass die Herdplatte immer noch heiß ist und Sie sie nicht einfach anfassen sollten. Das Gehirn sendet blitzschnell das Signal der roten Ampel und unser Bewegungsimpuls die Zahnstocher ungeschützt von der Herdplatte aufzusammeln wird gestoppt.
Der Impuls zu sprechen könnte inhibiert oder gehemmt werden, wenn Sie sich beispielsweise tierisch über Ihren Chef aufregen. Statt direkt vor ihm Dampf abzulassen und dabei ungestüm zu werden, können Sie sich zurückhalten und Ihren Unmut eventuell später beim Kollegen kundtun.


 

 

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